Pascal, Jernberg, Motseri / Debussy, Czernowin, Rimski-Korsakow
»NO! A Lament for the Innocent« sei »ein Protest und eine Klage«, erklärt Chaya Czernowin: »Ich habe es während der Kindertrennung unter dem ersten Trump-Regime konzipiert und während der schrecklichen Ereignisse im Nahen Osten 2023/2024 geschrieben – mit so viel Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich protestiere mit Nachdruck und Schmerz gegen die Tötung so vieler Unschuldiger durch unsere Armee und die zahllosen toten, elternlosen und verletzten Kinder in Gaza. Ich dachte, mein Stück wäre ein Schrei – am Ende wurde es ein Klagelied.«
In »Version II« erklingen zwei antiphonale Orchester, die »wie zwei Glieder eines Körpers funktionieren«, sowie zwei verstärkte hohe Soprane. Widmungsträgerin Sofia Jernberg, ihre Kollegin Keren Motseri und Maxime Pascal am Pult bringen Czernowins Werk von Köln nach Wien.
Maxime Pascal, Gewinner des Young Conductors Award 2014, feierte mit dem RSO Wien große Erfolge – etwa mit Bergs »Lulu« 2023. Den Schrecken von Czernowins Werk kontrastiert er mit Debussys »Prélude à l’après-midi d’un faune«, das mit einem zarten Flötensolo beginnt, und Rimski-Korsakows »Scheherazade«, das die »Märchen aus Tausendundeiner Nacht« in Klang verwandelt.
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
"Ein Sommernachtstraum"
Florian C. Reithner: Musikalische Leitung/Cembalo
Pressestimmen:
Keine Videos, keine Gesichtsmikrofone, keine Herren in Strapsen, kein Pop. Und vor allem: nur Shakespeare, in der unerreichten Übersetzung August Wilhelm Schlegels, ohne ein Wort Wikipedia-Pädagogik. Ein Gesangsquartett empfängt das Publikum mit elisabethanischem Originalklang, die Kostüme sind dezent zeitlos, und der Weber Zettel trägt sogar einen echten Eselskopf. Mit anderen Worten: Der Münchner Intendant Josef Ernst Köpplinger argumentiert frontal gegen die Postdramatik, die nach endloser Dominanz ihren allmählichen Rückzug ankündigt. Das Gelingen hängt da einzig von den Schauspielern ab. Die Jungen spielen sich die Seelen aus dem Leib: bei Melanie Hackl, Juliette Larat, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller fliegen die Fäuste. Michael Dangl und Sandra Cervik (in den Doppelrollen der Herrscherpaare) beeindrucken durch souveräne Textbehandlung, Alexander Absenger ist ein erotisch involvierter Puck, Michael Königs knöcherner Egeus und Soi Schüsslers grantige Elfe gefallen. Der Clou aber sind die Rüpel, die Fabulöses an Können und Pointensicherheit aufbieten: Wolfgang Hübschs Squenz und Robert Meyers Zettel treiben einem Tränen des Vergnügens ins Auge, Günter Franzmeier, Boris Pfeifer und Johannes Seilern ergänzen kongenial.
(Kronen Zeitung)
Die solide Inszenierung von Josef E. Köpplinger überlässt dem Ensemble die Bühne. Pures Schauspielertheater.
(KURIER)
Unter der Anleitung des Zimmermanns Peter Squenz (wohlwollend: Wolfgang Hübsch) proben Weber, Schreiner, Flicker und Schneider eine tragische Liebesszene, die sie dem Herzogpaar zur Darbietung bringen werden. In (fast) jedem Sommernachtstraum ist das ein Kracher.
Voller Verve bringt der Gschaftlhuber Zettel, ein Weber, den Robert Meyer mit Bravour zum Regietheaterzampano ausformt, seine hervorgebrachten Anliegen. Gierig reißt er seine Hand empor, wenn es um die Rollenverteilung geht, oder er seine künstlerischen Visionen allgemeiner Art darlegen möchte. Ebenso unterweist er seine minder bemittelten Kollegen (alle performen herrlich ihre Mankos: Günter Franzmeier, Boris Pfeifer, Johannes Seilern) in der Artikulationskunst: "Und Phöbus Karrrrr'n/ Kommt angefahrrrrr'n,/ Und macht erstarrrrr'n,/ Des stolzen Schicksals Zierrrrrr".
Am Ende setzte es Beifallstürme und stehende Ovationen.
(Der Standard)
Es beginnt gleich mit einem herrlich josefstädterischen Bild: Michael Dangl und Sandra Cervik als Theseus und Hippolyta sitzen, offensichtlich leicht ennuyiert, im weißen Abenddress am Dinner Table. Dicke Luft. Ehekrise avant le mariage. Man spürt ein ungeschriebenes Schnitzler-Drama dräuen. Das passt. Die Szenen der Handwerker, die das Spiel im Spiel führen, angeleitet von Wolfgang Hübsch als bald betriebsamen, bald entrückten Squenz, Robert Meyer als Zettel, Günter Franzmeier als Schnock, Boris Pfeifer als Flaut, Johannes Seilern als Schlucker, was muss man da noch sagen? Allein wie Meyer deklamierend das R rollt und sich in gekonnten laienschauspielerischen Furor in die Brust wirft, lässt das Parkett zurecht vor Heiterkeit erzittern. Und wenn er dann noch „sakrament“ sagt: Heiliger Johann Nepomuk, dein Segen wirkt! Zur Cembalo-Begleitung singt der Trupp der Elfen in elisabethanischen Kostümen. Auch das passt. Und die Josefstadt hat in ihrem feinen Ensemble auch einige Darsteller, die sich wunderbar als jugendliche Liebhaberinnen bzw. Liebhaber eignen, zum Beispiel Juliette Larat, Melanie Hackl, Julian Valerio Rehrl und Tobias Reinthaller.
(Die Presse)
Lieblich mit einer Prise Action.
(Falter)
Viva La Mamma!
Eine Oper von Gaetano Donizetti
Mit: Martin Roth, Patricia Zanella, Valérian Bitschnau, Maria Diaz Coca, Manuel Pollinger, Ahmed Lüthi, Bettina Schneebeli, Sara-Bigna Janett, Leila Scharwath.
Musikalische Bearbeitung/Dirigent/Klavier: Florian C. Reithner
Bühnenbild: Tim Goossens / Licht: Prisca Grandi / Kostüme: Alicia Nogueira / Maske: Crista Weiss
Einblicke in eine Opernprobe, wie Sie es noch nie erlebt haben!
Bereits vor der Ouverture starten die Probleme, denn eine der Sängerinnen ist nicht auffindbar. Zudem sorgt Mamma Agata bei der Produktionsleitung für Aufruhr, da sie eine höhere Gage für ihre Tochter verlangt. Das restliche Ensemble hat derweil grosse Mühe mit der Verständigung, da alle verschiedene Sprachen und unverständliche Dialekte sprechen. Fast fällt die Probe ins Wasser denn als endlich Ruhe einkehrtverlangt die Pianistin ihre gewerkschaftliche Pause. Entrüstet reist eine der Sängerinnen ab, was von Mamma Agata als Einladung angesehen wird, selbst zu singen – kostenlos natürlich, aber mit List und Tücke, um ihrer Tochter zu Ruhm und Ehre zu verhelfen. Zum Schluss des Stücks zeigt sich, dass wie immer alles vom Geld abhängt, der Hauptsponsor nimmt nämlich seine finanzielle Zusage zurück. Und nun?
Lassen Sie sich überraschen von unserer ungewohnten und erfrischend anderen Inszenierung. Für Opernkenner und Neulinge.
Orchesterkonzert RSO
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Maurice Ravel: La Valse: Poème choréographique pour Orchestre (1919-1920)
Anna Clyne: Dance - for cello and orchestra (2019)
Derrick Skye: Prisms, Cycles, Leaps Part I
Zoltán Kodály: Háry-János-Suite op. 15 (1927)
Camille Thomas, Violoncello
Kevin John Edusei, Dirigent
Global Dances
Zwei Tänze, beide angetrieben von markanten Rhythmen, doch keineswegs zum Mittanzen geeignet, stehen sich im ersten Teil des Konzerts gegenüber: Ravel komponierte seinen apokalyptischen Walzer unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, wie eine sich immer schneller drehende Spirale von der altbekannten Welt hinab in den Abgrund. Der ursprünglich geplante Titel „Wien“, um der Stadt des Walzers Referenz zu erweisen, war nach den kollektiven Kriegstraumata Frankreichs obsolet. Ravel wählte daher als neutrale Alternative „La Valse“. Im Cellokonzert „Dance“ der britischen Komponistin Anna Clyne passiert überraschend vieles: Jeder der fünf Sätze ist mit einer Zeile aus einem Gedicht des persischen Dichters Rumi (13. Jhdt.) überschrieben und fordert vom Solo-Instrument eine jeweils andere Spielart. In der ihr eigenen Kunst der Vermischung von Stilen und Zitaten durchmisst Anna Clyne in ihrem Stück Werke aus dem Barock und aus volksmusikalischen Traditionen, etwa aus Irland oder der jüdischen Kultur. Als Komponist will Skye Derrick Musik schaffen, die kulturelle Grenzen überschreitet und Brücken zwischen verschiedenen Gemeinschaften schlägt, hat er doch selbst afrikanische und europäische Wurzeln und lebt in der internationalen Metropole Los Angeles. In „Prisms, Cycles, Leaps“ („Prismen, Zyklen, Sprünge“) verbindet er die Musik des Balkans, der Volta Region in Ghana und der klassischen nordindischen Hindustani-Musik und begibt sich auf die Suche nach Schönheit im Leben und in der Natur. Zsoltan Kodalys Hary Janos Suite aus seiner gleichnamigen „Volksoper“ über den ungarischen Töpfer, der von seinen fiktiven Abenteuern als Soldat erzählt, beschließt den Abend.
(Marie-Therese Rudolph)

